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»Es gibt keinen Text, nur Texterscheinungsformen«

Stefan Soltek über die Kunst im geschriebenen Wort

Interview von Sandra Rudolph und Mareike Riemann


Für Stefan Soltek, Leiter des Klingspor-Museums in Offenbach, ist die Handschrift keine nostalgische Übung, sondern eine Abbildung innerer Prozesse. Wer mit einem kurvenden Stift über eine Fläche fährt, der betreibe Selbstfindung. Soltek gibt zu bedenken, dass Typografie deshalb mehr sein könne als eine verbalisierte Mitteilung, nämlich ein Ausdrucksmittel für Empfindungen. 



Im Interview spricht Soltek darüber, welchen kulturellen Stellenwert die Schrift in ihren verschiedenen Erscheinungsformen hat, und stellt Überlegungen darüber an, was bliebe, wenn die Schrift verschwindet.


»Sprache für die Form«, Doppelausgabe Nr. 8 und 9, Herbst 2016