Hördatei

»Formgebung – ein schönes deutsches Wort«

Julius Lengert über Wirkungen und Inszenierungen

Interview von Uta Schadow und Evelyn Prochota


Julius Lengert blickt auf die Entwicklung des Designs in Deutschland zurück und auf die Rolle, die die Formgebung bei der Firma »Siemens« spielte. Der Designer könne, so Lengert, als Dienstleister nicht mit einer »Gefallensästhetik« operieren, er müsse seine Leistungen dem Auftraggeber gegenüber mit Worten vermitteln.

Doch bestehe zwischen Designern einerseits und andererseits denjenigen, die nicht auf qualitative, sondern auf quantitative Argumente ausgerichtet sind, eine sprachliche Kluft. Um sie zu überwinden, müssen die Wirkungsabsichten der Auftraggeber genau erfragt werden. Denn eine Formgebung werde an ihrer Wirkung gemessen, von ihr müsse Design ausgehen.


»Sprache für die Form«, Ausgabe Nr. 3, Herbst 2013