Hördatei

»Wo ist der Effekt, und wo braucht man das Wort?«

Für Ruedi Baur ist Kontext wesentlich für Vertiefung und Sinn

Interview von Marie-Christine von Locquenghien und Simon Baßler


Was macht im Design eine erkennbare Sprache, den Ausdruck aus? Wie erhalten visuelle Konzepte eine Syntax, eine Grammatik, ein Vokabular? Diese Fragen eröffnen in Ruedi Baurs Sicht eine Dimension der Beziehung zwischen Gestaltung und Rhetorik. Einen weitere Dimension sieht er in der Szenografie und Museografie, bei der Begleitung eines Nutzers von Information zu Information. Allerdings kommuniziere die Verbalsprache vor allem linear – im Unterschied zu den vielschichtigen Möglichkeiten, die der Gestalter in der Kommunikation nutzen könne.

Gleichwohl sei die zu erzielende Wirkung, nach der Rhetorik fragt, ein wichtiges Moment in der Gestaltung. Welche Rolle dabei die Kontextualisierung spielt, beleuchtet der Designer Ruedi Baur im Interview mit »Sprache für die Form«.


»Sprache für die Form«, Ausgabe Nr. 2, Frühjahr 2013