Editorial

Das E-Journal für Designer und Rhetoriker

Vorwort des Herausgebers

Von Volker Friedrich


Werte Lese­rin­nen und Leser,

was bie­tet Ihnen »Spra­che für die Form«? Die­ses Forum für Design und Rhe­to­rik möchte Desi­gnern und Rhe­to­ri­kern einen Aus­tausch ermög­li­chen und einen Bei­trag dafür leis­ten, dass wir Design bes­ser ver­ste­hen, dass wir über Design bes­ser, genauer, ver­stän­di­ger und ver­ständ­li­cher reden. Der Aus­tausch soll wis­sen­schaft­lich sein und unter­halt­sam – worin für mich kein Wider­spruch steckt. Das Medium für die­sen Aus­tausch ist ein »E-Journal«, ist diese elek­tro­ni­sche Zeitschrift.

Einige Über­le­gun­gen, die theo­re­tisch hin­ter unse­rem Unter­fan­gen ste­hen, erläu­tere ich in dem Essay »Desi­gner soll­ten Rhe­to­ri­ker wer­den«, den Sie in der Rubrik »Ler­nen« unter »Grund­la­gen« finden.

Des­halb an die­ser Stelle ein paar Erläu­te­run­gen zum redak­tio­nel­len Ange­bot von »Spra­che für die Form«:

  • In der Rubrik »Ler­nen« fin­den Sie unter ande­rem ein klei­nes Wör­ter­buch zu Begrif­fen aus der Rhe­to­rik, die für Desi­gner rele­vant sind. Die­ses Wör­ter­buch wird mit jeder Aus­gabe erweitert.
  • In der Rubrik »Den­ken« kön­nen Sie tie­fer in die Fra­gen des Forums ein­drin­gen und Essays lesen, die sich wis­sen­schaft­lich und theo­re­tisch mit der Spra­che für die Form aus­ein­an­der­set­zen, ebenso eine Reihe von Rezen­sio­nen. Vor allem bie­tet diese Rubrik eine Reihe Inter­views mit renom­mier­ten Desi­gnern, Rhe­to­ri­kern, Phi­lo­so­phen und Wis­sen­schaft­lern; diese Inter­views lie­gen als Hör­da­teien vor und sind gleich­sam das Herz­stück unse­res Forums, kommt in die­sen Gesprä­chen doch die Form zur Sprache.
  • In der Rubrik »Umset­zen« beschäf­ti­gen wir uns – mal hin­ter­grün­dig, mal augen­zwin­kernd – mit Mythen des Alltags[1], stel­len Ihnen die Arbei­ten von Illus­tra­to­ren vor und zei­gen Ihnen, wel­che Ant­wor­ten uns Gestal­ter auf die »Stil­frage« geben. Viel­leicht mögen Sie an der »Stil­frage« mit­wir­ken, uns Bei­spiele Ihrer gestal­te­ri­schen Arbei­ten ein­sen­den und erläu­tern, mit wel­chen Stil­mit­teln Sie auf wen wel­che Wir­kung erzeu­gen wol­len. Erhal­ten wir viele Ein­sen­dun­gen, dann ent­steht auf die­sem Wege eine Samm­lung der Stil­mit­tel und eine Basis für deren wis­sen­schaft­li­che Auswertungen.
  • Ältere Bei­träge aus den ver­schie­de­nen Rubri­ken fin­den Sie unter »Archiv«.

Die Arti­kel für »Spra­che für die Form« schrei­ben Desi­gner, Rhe­to­ri­ker, Wis­sen­schaft­ler, Phi­lo­so­phen und Publi­zis­ten von Rang und Namen, aber auch Bei­träge jun­ger Federn wer­den auf­ge­nom­men. Dass diese elek­tro­ni­sche Zeit­schrift nun seine dritte Aus­gabe ver­öf­fent­licht, ist der enga­gier­ten Mit­ar­beit von Stu­den­ten des Mas­ter­stu­di­en­gangs Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign der Hoch­schule Kon­stanz zu verdanken.

Ihnen, werte Lese­rin­nen und Leser, wün­sche ich bei der Lek­türe inter­es­sante Anre­gun­gen und viel Ver­gnü­gen
Ihr
Dr. Vol­ker Fried­rich
Pro­fes­sor für Schrei­ben und Rhe­to­rik an der Hoch­schule Konstanz

 

[1] Die »Mythen des All­tags« sind als Remi­nis­zenz an das gleich­na­mige Buch von Roland Bart­hes (Bart­hes, Roland: Mythen des All­tags. Trans. Horst Brüh­mann. Ber­lin: Suhr­kamp, 2010.) zu ver­ste­hen, in dem er All­tags­phä­no­mene ebenso tief­grün­dig wie augen­zwin­kernd betrachtete.