Strich für Strich
Die Welt in der Sprechblase
Das große Reden in Schwarzweiß
Wir erreden und erschreiben uns die Welt, so machen wir sie uns, wie es uns gefällt – so lassen es Thomas Fuchs‹ Illustrationen vermuten …
Mythen des Alltags
Die Schokolade
Auch ein Aphrodisiakum muss entkleidet werden
Kultiviert liegt sie in ihrer goldenen Hülle auf dem Glastisch, eingeschweißt und edel-glänzend. Wer sie kosten möchte, begibt sich auf eine Reise durch edles Material hin zum exquisiten Kern.
Kein anderes Lebensmittel ist so mühevoll verpackt. Dem goldenen Pfeil auf der Folie folgend, rollt sich die Lasche um die Schokolade und knistert dabei herrlich wie ein loderndes Feuer im Kamin. Die transparente Umhüllung raschelt beim Abstreifen durch einen leichten Sog. Schwer und eindrucksvoll liegt die ganze Tafel Schokolade in den Händen, die sie wenden und nach der nächsten Öffnung absuchen. An einigen Stellen erhebt sich die Form zu einem Relief und deutet auf das Fabrikat oder weist den Eingang. An einer Schlaufe geht es weiter. Gleichmäßig ratternd öffnet sich die Perforation der Schachtel und klappt sich auf. Ummantelt mit Pergament schmiegt sich ihr gehaltvoller Körper passgenau in die Verpackung. Wertvoller Inhalt in einer Schmuckschatulle, doch gewiss nicht so haltbar wie Diamanten. Kaum traut man sich, die akkurate Faltkunst zu zerstören. Entkleidet gibt die Süßigkeit den Blick auf ihre Prägung preis und zeigt stolz, was sie wert ist. Die filigrane Gravur lässt an ein antikes Schnitzwerk denken und gemahnt an die traditionsreiche Herkunft.
Ursprünglich ließ sich Schokolade als bitteres und süßes cremiges Getränk genießen. Veredelt und noch völlig unberührt ist sie ein Genussstück der besonderen Art. Vorsicht, jetzt beim Anheben, sie schmilzt in warmen Händen. Enthüllt liegt sie zwischen den Fingern, schwebt über ihrer Verpackung. Das elegante Aroma erfüllt den Raum schon beim ersten Brechen des kakaohaltigen Blocks. Leicht uneben zeigt sich die Abbruchstelle und es blättern kleine Raspeln herunter. Der Genuss lässt nicht mehr lange auf sich warten. Schon bevor der Mund die Schokolade fühlt, lässt sich der Hauch von Kakao durch das Einatmen schmecken. Auf der Zunge nun entfaltet sie ihr ganzes geschmackliches Volumen. In der wohligen Wärme des Mundes wandelt sich ihre eckige Form in einen Zungenschmeichler. Alle Geschmacksknospen saugen und durchstöbern die geschmeidige Delikatesse nach neuen gustatorischen Erfahrungen. Zartschmelzend liegt sie da – vergänglich.
Designt von Kopf bis Fuß bietet sie dem, der sich darauf einlässt, ein Lebensgefühl.
Mythen des Alltags
Ein Parfüm
Durch die Straßen geht und weht ein Duft
Die Straße erwacht langsam, Schaufensterbeleuchtungen der vielen Boutiquen erhellen zunehmend die Rue de Rivoli.
Tak, tak, tak – rotblondes, wallendes Haar bewegt sich auf und ab im Rhythmus der Schritte, ein plissiertes pinkfarbenes Kleid betont die schlanke Silhouette. Blasser Teint wird durch das Make-up dezent, aber perfekt betont. Lediglich die rosanen Apfelbäckchen verraten eine frische Jugendlichkeit. Die Augen blicken leicht verspielt, unschuldig, aber doch diskret herausfordernd. Spielend hüpft sie, trotz der rosafarbenen Pfennigabsätze, über eine Baumwurzel, die den Asphalt etwas aufgeworfen hat. Der laue Wind verteilt einen vertrauten Duft: Jasmin? Citrus? Es ist mehr. Er unterstreicht die Lebhaftigkeit der jungen Frau, signalisiert Unbekümmertheit, ist feminin, sinnlich und charmant. Der Duft verteilt sich wie eine Droge. Er ist bekannt. Der pudrige Effekt des weißen Moschus bedeckt zart die Haut, das Gefühl von sprudelnder Frische prickelt. Bitterorange und Bonbon legen sich auf den Gaumen. Man riecht nicht nur, man schmeckt.– Das Fruchtige, Spritzige und auch Pikante umweben die Frau. Die Schritte verlieren sich im Dunkeln. Es bleibt ein Rausch bunter Pastellfarben.
Der Duft beflügelt die Sinne. Halluzinationen? Ekstase? Ein Chaos an Gefühlen. Duft und Geschmack verdichten sich. Die edle quadratische Form des Flakons materialisiert sich langsam, Leichtigkeit umgibt ihn. Durch seine Transparenz schimmert der Sprühkopf silbern durch. Die trapezförmig angelegte Verschlusskappe umgibt ihn wie ein Tresor, der seinem Juwel Sicherheit und Schutz bietet. Die bekannten Initialen am Kopf des Flakons wachen über die Tradition, sichern und garantieren die altbewährte Qualität. Der Duft erklimmt die Abstufungen der Oberkante. Die Schleife an der Verschlusskappe, zentral geknotet, zur einen Seite wie zu einem Schwalbenschwanz geformt, verleiht Eleganz, Leichtigkeit und lockert die strenge Geometrie auf. Der Blick auf den Boden durch die glänzende, leicht grünlich schimmernde Flüssigkeit, trotz der rosafarbenen Pfennigabsätze zeigt ein vertrautes Muster: Hahnentritt.
Rotblond, plissiert, mit schlanker Silhouette. So beeindruckend, allen Sinnen schmeichelnd kann nur ein Duft sein: Dior.
Rezension
Party machen
Schlau ist, wer weiß, wann er dumm sein kann
Es ist laut. Leute schreien sich an, Menschen zappeln. Manche sind benommen, andere haben schlechtes Benehmen. Mit einem Bier in der Hand und einer Zigarette zwischen den Fingern steht man gepflegt neben sich und feiert ausgelassen. Die Stimmung ist gut.
Für gewöhnlich arbeiten sie von Montag bis Freitag und sind Teil der Leistungsgesellschaft. Sie verbringen ihre Zeit damit, Geld zu verdienen, sich Wissen einzuverleiben und zu üben. Klüger und reicher zu werden, ist allerdings genau das Gegenteil von dem, was man erreicht, wenn man hier ist. Meist wird davon der Geist schwerer und der Geldbeutel leichter. So gesehen ist es kontraproduktiv, sich zu berauschen, und mag es eine noch so lange Tradition haben.
Seid über 6000 Jahren kultiviert der Mensch Opium, seid Jahrtausenden braut er Alkohol. Pilze, Kräuter und Wurzeln wurden nicht nur als Medizin eingesetzt oder bei speziellen Ritualen – es soll vorgekommen sein, dass Menschen sich nur aus Spaß berauscht haben sollen. Sinnfrei Spaß zu haben ist womöglich so alt wie die Menschheit.
Hedonisten haben den Spaß zum Sinn erklärt, und doch schleicht sich ein befremdliches Gefühl ein, sieht man ausgelassene Menschen in der Gruppe. Sie wirken alberner in der Masse, primitiver, wenn sie sich zusammengerottet haben. Schwarmintelligenz ist nicht der erste Begriff, der einem in den Sinn kommt, sieht man feiernde Menschen auf einer Party.
Es könnte allerdings auch daran liegen, dass man es bedauert, zuzuschauen, wie andere Spaß haben, und sich dabei nur schlau und alleine vorkommt.
Trotz alledem ist es schön zu feiern, nicht nachzudenken, wie man ist, sondern einfach ist – und vielleicht ist man auch ein bisschen ungehobelt und albern. Vielleicht freut man sich, etwas dumm sein zu dürfen? Für kurzen Momente taucht der einzelne unter und wird Moment. Dann denken wir darüber nach und es ist weg, einfach …
Mythen des Alltags
Die dreikantige Wolfsmilch
Das schnelle Ende der Euphorbia
Da steht sie, im Wohnzimmer, nahe bei Licht und Wärme, in einem überdimensional großen Topf. Sie füllt die Zimmerecke komplett aus, stellt ihre benachbarten Topfpflanzen problemlos in den Schatten. Sie ist der Boss. Die dreieckigen Triebe, eigentlich nur drei an der Zahl, streben der hohen Decke des Altbaus entgegen. Ihrem Wachstum sind keine Grenzen gesetzt. Hoch reichen die Fenster des Altbaus hinauf, schaffen die besten Voraussetzungen für den Ehrgeiz der sogenannten dreikantigen Wolfsmilch: Weiter, schneller und hier besonders auch höher, das ist ihr Motto. Doch wie im menschlichen Leben droht für solchen Hochmut der tiefe Fall: Irgendwann wird sie sterben. Einfach zusammenbrechen. Ohne Vorwarnung und ohne eine Möglichkeit, sie zu retten.
Ihre menschlichen Züge sind stellvertretend für viele von uns: hager, stechend und giftig. Liegt es vielleicht daran, dass sie sich allein gelassen und eingepfercht fühlt und dadurch den ihr einzig möglichen Bewegungsdrang auslebt: sich zur Decke zu strecken? Braucht sie auch deshalb ab einer bestimmten Größe Stützen, die an die Gehstöcke eines alten Mannes erinnern?
Sie entwickelt sich aus einem kleinen Steckling, der mit viel Liebe und Sorgfalt gepflegt wird, in der Hoffnung, gut zu gedeihen. Anfänglich verbreitet die Pflanze Freude, Gemütlichkeit und Wärme. Ein „grüner Daumen“ ist eigentlich nicht nötig, wenn genügend Wärme und Licht vorhanden sind. Wie ein Baby ist sie zu Beginn, butterzart, die Stacheln sind noch weich, rosarote Blüten unterstreichen die noch vorhandene Unschuld. Erst später tritt der wahre Charakter hervor: Wenn sie sticht, droht Gefahr durch den giftigen Saft. Ein unzugängliches Geschöpf: Die Stacheln verwehren jeglichen Zugriff auf das Gewächs. In der Gärtnerei wird geraten, es erst gar nicht auf dem Fensterbrett zu versuchen, da der Weitertransport in die Zimmerecke sehr mühsam und gefährlich sei. Die Pflanze entwickelt eine Art Eigenleben. Rühr‹ mich nicht an und ich tu‹ dir nichts, ist ihre Botschaft. Und auch trotz der vielfältigen Verzweigungen verliert sie ihre schlanke, aufstrebende Form nicht.
Die Verholzung am Boden, ihre knorrigen Verwachsungen deuten auf das Alter. Die Triebe hingegen sind von hellgrüner Frische, verbreiten Leben. In ursprünglich lebensfeindlicher Natur wachsend hat die Wolfsmilch im Laufe der Jahrtausende Überlebensmechanismen entwickelt: Derbe Pflanzenhaut, die Hitze abhält und im inneren Feuchtigkeit speichert. Die Kanten sind mit spitzen harten Stacheln versehen, um durstige Tiere abzuhalten. Sie kann sich zur Wehr setzen.
Ursprünglich beheimatet in tropischen Gebieten Asiens und Afrikas kann man sie auch in gemäßigten Breiten immer häufiger antreffen. Dort ursprünglich als Heckenpflanze eingesetzt, ziert sie hier Wohn- und Badezimmer. Der Schutzmechanismus wird durch den giftigen Milchsaft verstärkt, der ihr bei der Abgrenzung von Grundstücken, der Abwehr von ungebetenen Besuchern hilft. Ihrer ursprünglichen Heimat beraubt, sind ihre Blüten verkümmert, nicht mehr bunt und fallen als blattförmige bis zu zwei Zentimeter lange Strukturen auf. An der Außenseite rötlich gefärbt, an der Innenseite dunkelgrün. Fallen sie ab, so bleiben die Stacheln übrig. Bei artgerechter Haltung (Temperatur, Licht) kann sie bis zu drei Meter hoch werden. Die dreikantige Wolfsmilch wird oft mit einem Kaktus verwechselt. Zur Unterscheidung dienen die Art und Form der Stacheln, die beim Kaktus büschelweise aus filzigen Polstern herausragen. Bei der Wolfsmilch sind nur die Kanten mit Stacheln besetzt.
Auf den ersten Blick scheint der Vergleich weit hergeholt, aber der Lebenszyklus der Wolfsmilchpflanze ähnelt der einer Lawine. Diese wird größer — die Pflanze höher; die Schneewand bricht – die Pflanze ebenfalls; die Lawine rast zu Tal – die Pflanze fällt zu Boden. Verhindern kann man das alles nicht – nur in Deckung gehen.
Mythen des Alltags
Die Büroklammer
Soldaten im Dienste der Ordnung
Seit Wochen sehnen sie sich nach dem einen Tag. Der Tag der Entscheidung. Es geht an die Front. Welchen Auftrag werden wir bekommen? Wo wird unser Einsatz sein?
Hätten Büroklammern einen Verstand, stellten sie sich wahrscheinlich genau diese Fragen. Doch Büroklammern können nicht denken. Büroklammern sind aus Metall. Doch eines ist sicher: Die Einsatzbereiche von Büroklammern sind so unterschiedlich wie die der Metalle. Reihe an Reihe, Glied an Glied warten die kleinen Soldaten auf ihren Einsatz.
Plötzlich ist es soweit. Der Appell wurde gesprochen. Die Entscheidung ist gefallen. Kunststoffbeschichtet, verkupfert, vermessingt oder verzinkt werden sie in ihr Einsatzgebiet geschickt. Ihr Auftrag: Ordnung schaffen und Hilfe leisten. Die häufigste Mission lautet: Papiere zusammenhalten. Klammern sind bekannt für ihre Verbundenheit und ihren starken Zusammenhalt.
Sind die kleinen Helfer an ihrem Bestimmungsort angekommen, gibt es zwei Möglichkeiten, wie ihr Leben weiter verläuft. Erstens: Die Büroklammer bleibt ein Leben lang an derselben Front. Das bedeutet ein Leben ohne Abwechslung, aber mit dem immerwährenden Ziel, Ordnung zu halten. Zweitens: Die Klammer kehrt in die Heimat zurück. Dies kann aus zwei Gründen geschehen. Entweder der Soldat wurde verwundet oder der Soldat konnte seinen Auftrag erfolgreich abschließen. Zurück in der Heimat, gibt es nur eines: warten auf den nächsten Einsatz.
Besonders ausgebildete Büroklammern bekommen regelmäßig einen Spezialauftrag als Super-Werkzeuge. Die Eliteklammern wurden speziell dazu ausgebildet, Mini-Reset- und Not-Auswurf-Tasten zu drücken. Magnetische Eliteklammern, bekannt als Datenkiller, wurden häufig zur Zeit der Diskette zum Einsatz gerufen.
Wird die Klammer nach monate- oder jahrelangem Gehorsam aus dem Dienst entlassen, ist es noch lange nicht vorbei. Die Büroklammer bekommt die höchste Auszeichnung, die ihr je zugesprochen werden kann: Sie wird zu Kunst verarbeitet.
Mythen des Alltags
Der Bilderrahmen
Über Geschmacksfragen beim Verkuppeln
Ein Bild in einen passenden Rahmen zu setzen, ist eine Kunst. »Passend« ist interpretationsbedürftig, liegt immer im Auge des Betrachters und ist daher nichtssagend. Es beginnt die Suche nach einem passenden Rahmen, um die erwählte Abbildung in »angemessenem Rahmen« zu präsentieren. Hinter einer Glasplatte – oder im weniger eleganten Fall – einem Plasikschutz versiegelt, wird das Bild der Wahl in seinen repräsentativen Rahmen gesetzt. Nun hängt das Schmuckstück dort – Bild und Rahmen als Einheit. Die gute Absicht wirft die Fragen auf: Welches Objekt schmückt welches? Der Bilderrahmen das Bild? Das Bild den Bilderrahmen? Oder sind beide nun, nach langer Suche zum passenden Pendant, vereint, wirkungslos?
Die eine Wohnung: rahmenverhangene Wände. Ein wahres Feuerwerk visueller Eindrücke prasselt auf die Augen des Besuchers ein – stets mit der guten Absicht, das Ausgewählte hervorzuheben, einen Blickfang zu erzeugen. Und nun? Wo bleibt der Blick des Betrachters hängen? Ah! Dort – endlich! Eine einzelne weiße Wand. Welch eine Ruhe, welch eine Erholung. Mit ihrem fein strukturierten Rauhfaserüberzug lässt sie die Augen des Besuchers von der visuellen Raserei pausieren.
Die andere Wohnung: Unmittelbar nach Betreten der vier Wände wird der Besucher von diesen angeschwiegen. Völlige Leere schlägt ihm entgegen, optische Stille, pures Weiß. Wo ist der Dialog? Wo sind die gerahmten Beweisstücke? Nein, sie sprechen nicht, die Wände; sie geben mit keinem Wort eine Vermutung über die Familienverhältnisse, die kulturellen Vorlieben oder Farbfaibles des Bewohners preis. Die Besucheraugen tasten Wände ab, und vor ihnen erscheint ein Fragezeichen: Identität? Doch dann – im nächsten Raum befindet es sich. Dort hängt das Unikat an der Wand. Adäquat zum Wohnstil und der übrigen Wandgestaltung wird das Schmuckstück in vornehmer Zurückhaltung präsentiert.
So unendlich wie die Form- und Farbvielfalt von Bilderrahmen selbst, sind die zu rahmenden Bilder, Gemälde, Kunstdrucke, Fotografien, Plakate, Eintrittskarten oder Denk-positiv-Weisheiten. Jeder Bilderrahmen mit seinem Mix aus Material, Dekor, Form und Farbe ist eine Persönlichkeit. Jedes Innere eines Rahmens hat Charakter. Es entsteht eine besondere Situation, wenn zwei Individuen aufeinandertreffen. Ob sich aus dieser Konstellation eine Einheit bildet, es bei einem Verkupplungsversuch bleibt oder sogar ein Konkurrenzkampf in der Senkrechten ausgetragen wird, hängt vom Blick des Betrachters ab.
Alles muss im Rahmen bleiben.
Buchbesprechung
»Was als ein Bild gilt …«
Matthias Bruhn über Theorie, Geschichte und Praxis von Bildern
Was können Designer mit einem Buch für Kulturwissenschaftler anfangen? Nichts? Falsch. Solange es sich um das Thema Bild handelt, können die einen von den anderen mit Sicherheit etwas lernen.
So schafft es das Buch »Das Bild. Theorie – Geschichte – Praxis« von Matthias Bruhn, den Bogen zwischen beiden Disziplinen zu schlagen. Das Buch ist zwar in erster Linie für Studenten der Kulturwissenschaft geschrieben, aber auch Designer können Nutzen daraus ziehen. Besonders die Kapitel 1, 4, 9 und 10 sind für Gestalter sehr interessant.
In Kapitel 1 »Das Bild vom Bild: Sehweisen, Redeweisen« versucht der Autor, einen groben Überblick zu geben. »Was als ein Bild gilt und wahrgenommen wird, hat gesellschaftliche wie individuelle Hintergründe, hängt von intellektuellen und psychologischen Faktoren […] ab.« In Kapitel 4 »Formen, Wahrnehmungen« geht es um verschiedene Anschauungs- und Deutungsweisen, den Kontext, die Empfindung und die unterschiedlichen Gestaltungsformen. In Kapitel 9 »Ikonen, Urbilder, Vorbilder« wird das Thema der Bildsemiotik und der Fotografie näher erläutert. In Kapitel 10 »Bild neben Bild: Vergleich, Kombination, Übersicht« geht es um die Veränderung, Interpretation und Wirkung des Bildes.
Matthias Bruhn beleuchtet den Begriff Bild von allen Seiten. Dabei treten mehrere Aspekte in den Vordergrund: Bilder haben unterschiedliche Funktionen. Bilder informieren, erzeugen Wissen, reflektieren und fördern das Verstehen. Ein Bild kann unterschiedlich interpretiert und gedeutet werden. Bilder stehen immer in einem Kontext. Bilder werden unterschiedlich verwendet und haben immer einen anderen Nutzen.
Dabei geht Bruhn auf historische Gegebenheiten ein, ebenso berücksichtigt und thematisiert er aktuelle Forschungsergebnisse. Diese Mischung verstärkt die Aktualität und den wissenschaftlichen Wert seiner Arbeit. Bruhn bezieht sich auf Bilder aus allen erdenklichen Bereichen und aus allen Epochen der Geschichte. Alte Gemälde finden genauso Beachtung wie moderne Wandbilder, Zeitungsfotos, Film-Stills oder Fotos von Plastiken ebenso wie Röntgenbilder oder Computertomografien. Bildliche Kommunikation ist in Kunst, Unterhaltung oder Werbung ebenso relevant wie in Naturwissenschaften, im Verlagswesen oder in Nachrichtenagenturen.
Schnell wird dem Leser klar, dass Bruhn einen sehr offenen Bildbegriff vertritt. Eine eindeutige Definition gibt es nicht, dafür sind Bilder in all ihren Erscheinungsformen zu verschieden.
Dr. phil. Matthias Bruhn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Abteilung »Das Technische Bild« des Hermann-von-Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik an der Humboldt-Universität Berlin. Bruhn studierte Kunstgeschichte und Philosophie. Er publizierte zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie beispielsweise zu Kunstgeschichte, Fotogeschichte und Fachkommunikation. Ebenfalls hat er mehrere Werke zur Bildwissenschaft, Bildwirtschaft und Bildforschung verfasst. Das Lehrbuch »Das Bild. Theorie – Geschichte – Praxis« von 2008 ist sein erstes Einführungsbuch zum Thema »Bild« für Studenten.
Jedes Kapitel beginnt mit zwei Bildern und einem Textabschnitt, der die Bilder beschreibt. Jedes der 14 Kapitel schließt mit Fragen und Anregungen, ebenso mit Lektüreempfehlungen. Am Rand des Fließtextes befinden sich zahlreiche Stichwörter. Sie dienen zur Orientierung und sind ein Instrument zur schnellen Erfassung des Absatzinhaltes. Am Ende des Buches befindet sich ein ausführlicher Serviceteil mit einem Sachregister, Literaturhinweise – nach Kategorien geordnet – oder Verweise auf Internetressourcen wie Institute, Netzwerke und Blogs.
»Das Bild« verfügt über keine Zusammenfassung oder Einleitung des Themas. Das Buch beschreibt keine Entwicklung des Bildes in der Geschichte – stattdessen ist es thematisch aufgebaut. Wichtige Personen werden genannt, gehen aber oftmals im Lesefluss unter. Der Inhalt wird an manchen Stellen erschwert begriffen und aufgenommen, da das Buch eine enorme Stofffülle wiedergibt.
In der Summe ist Bruhns Buch durchaus empfehlenswert – besonders für alle, die sich mit der Materie Bild intensiver beschäftigen möchten, Kulturwissenschaftler oder ebenso Designer.
Buchbesprechung
»Gute Gestaltung ist nicht männlich oder weiblich«
Ein oppulenter Band zum Berufsbild der Grafikdesignerin
Auch in einer Institution wie dem Bauhaus, dem Vorzeigebeispiel für gleichberechtigtes Lernen, hatten Frauen sehr viel härter zu kämpfen und waren zu einigen Kursen per se erst gar nicht zugelassen. Dies sind die Ergebnisse jüngster wissenschaftlicher Forschung[1] , und dennoch sehen viele in der Frage nach Gleichberechtigung im Design heute eher ein Tabuthema. Die Geschlechterfrage wirkt auf viele angestaubt und überreizt. Da wirkt die allgemeine Geschichtsverdrossenheit, auch und gerade in den Designdisziplinen, wie ein Katalysator auf die Bekräftigung etablierter Bilder.
Dabei wäre die sachliche Betrachtung der Geschichte und Gegenwart wichtig in einem Berufsfeld, in dem überdurchschnittlich viele Frauen von selbstständiger Arbeit leben und zum Erfolg der Branche beitragen. Mit dem Buch »Women in Graphic Design | Frauen und Grafik-Design – 1890—2012« wollen die beiden Herausgeberinnen Gerda Breuer und Julia Meer Licht ins Dunkel bringen. Ihre wissenschaftliche Arbeit widmet sich ausschließlich Frauen im Grafik-Design, auch weil die wenigen Untersuchungen, die es zu diesem Thema gab, sich größtenteils mit Designerinnen im Produkt-Design befasst haben.
In vier Hauptkapiteln widmet sich das Buch Gestalterinnen, die im Laufe der Geschichte zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die unzähligen Biografien, die die beiden Herausgeberinnen recherchiert haben. Nach der sehr dichten Einleitung, die eine detaillierte Übersicht zum Thema »Gender« im Allgemeinen und im Design gibt und die Beweggründe und Ziele der Herausgeberinnen offen beschreibt, befassen sich zwölf Autorinnen und Autoren in wissenschaftlichen Essays mit dem Thema. Bedeutende Plakatgestalterinnen werden vorgestellt, ebenso eine der ersten Art Direktorinnen oder die Frauen, die die russische Avantgarde mitgestaltet haben. Das Ungleichgewicht in der Betrachtung des Designer-Paares Ray und Charles Eames wird beleuchtet, aber auch gesellschaftliche Zusammenhänge, wie in einer Untersuchung zu Design-Paaren in der DDR. Die Autorinnen stammen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen und bringen damit eine abwechslungsreiche und interessante Vielfalt in die Betrachtung des Themenfeldes mit. Da wären neben Grafik-Design Kunst- und Kulturgeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Ausstellungsdesign, Kommunikationssoziologie, Typografie, Kunst und Philosophie und einige mehr.
Im zweiten Kapitel werden erfolgreiche Designerinnen der Gegenwart vorgestellt, die ihre Sicht und Meinung schildern. Unter ihnen sind Namen wie Irma Boom, Sheila Levrant de Bretteville oder Judith M. Grieshaber. Dabei sind diese Frauen vorurteilsfrei, wenn sie über ihr Berufsbild reflektieren und von ihren Erfahrungen als Gestalterinnen erzählen, die mal mehr, mal weniger von Geschlechterfragen handeln. Ein bisschen mehr Vielfalt hätte man sich, im Hinblick auf die Herkunftsländer der Gesprächspartnerinnen, gewünscht: einmal Niederlande, zweimal USA, einmal Schweiz und achtmal Deutschland. Zumal im Vorwort speziell auf die interessanten Unterschiede zwischen den Kulturen hingewiesen wird, wenn es um Gender-Fragen und das Auftreten von Designerinnen geht. Der Wunsch, diesen Unterschieden im Buch nachzuspüren, bleibt leider unerfüllt, was den Eindruck der einzelnen Interviews aber nicht schmälern soll.
Acht programmatische Texte, von Gestalterinnen geschrieben, bilden das dritte Kapitel und runden die Sicht aus den vorangegangenen Interviews ab. Dabei handelt es sich um Wiederdrucke von Texten, die aus ganz unterschiedlichen Jahrzehnten stammen, zwischen 1974 und 2011 erschienen sind, und somit den Blick von der Gegenwart zurück auf die jüngere Designgeschichte werfen. Mit den Kurzbiografien, die den größten Teil des Buches und das vierte Kapitel einnehmen, wollten die Autorinnen den Versuch unternehmen, einen ersten Überblick über erfolgreiche Designerinnen in der Geschichte des Grafik-Designs zu liefern und einen Anstoß für weitere Forschungsarbeiten rund um die Thematik zu geben.
Die Einleitung zu den Kurzbiografien ist für all diejenigen interessant, die sich über das Buch hinaus mit dem Thema »Gender« im Grafik-Design beschäftigen oder sogar selbst zum wissenschaftlichen Diskurs beitragen möchten. Die Autorinnen zeigen sehr nachvollziehbar die Probleme auf, über die sie während ihrer Forschungsarbeit gestoßen sind und nach welchen Kriterien die Auswahl der Kurzbiografien aufgestellt wurde. Da wären z. B. die vielen Quellen, die nicht ausgewertet werden konnten: aus Zeitgründen, wegen Sprachbarrieren oder der schieren Zahl herausragender Designerinnen, die seit 1890 tätig waren – mit der die Autorinnen, nach eigener Aussage, nicht gerechnet hatten. Es wird auch explizit darauf verwiesen, dass hauptsächlich Quellen aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum ausgewertet wurden; viel Raum für weitere Forschungsarbeit also.
Die Biografien sind sehr unterschiedlich in Länge und Inhalt, da sie »stark von dem beeinflusst [sind], was über die entsprechenden Frauen publiziert wurde«. Dennoch geben sie einen gut strukturierten Einblick in das Fremd- und Selbstbild der Designerinnen zur jeweiligen Zeit, und es wird ersichtlich, wie viel Energie viele Frauen in ihren Beruf gesteckt haben, um Hürden zu überwinden und diesem Beruf nachgehen zu können. Auch hier wird zum Nachforschen und Weiterlesen animiert, indem jede Biografie mit mal mehr oder weniger umfangreichen Literaturhinweisen aufwartet. Zudem tauchen Querverweise im Text oder als Anhang dort auf, wo Abbildungen der Designerinnen im Buch enthalten sind. Dies ermöglicht ein duales Durchstöbern des Buches: Entweder man lässt sich von den zahlreichen Abbildungen zu den Biografien oder umgekehrt von einer spannenden Kurzbiografie zur entsprechenden Arbeit leiten.
Einzig eine Möglichkeit, die Personen in chronologischer Reihenfolge zu überschauen, mag man beim Durchblättern vermissen. Es wäre z. B. interessant gewesen zu überblicken, wie viele Biografien zu den jeweiligen Jahren, Jahrzehnten oder Epochen vorhanden sind. Man könnte sich noch die eine oder andere Aufbereitung der Daten vorstellen. Aber das hätte dann sicherlich den Rahmen des ohnehin opulenten Werks gesprengt. Es wirft viele richtige Fragen auf, ohne dabei aufgeregt zu sein; die unterschiedliche Dichte der Texte erlaubt es dem Leser, sich zu verlieren oder in einer freien Minute eben mal eine Kurzbiografie zu lesen. Insbesondere mit den Kurzbiografien auf 221 Seiten und den vielen begleitenden Abbildungen beantworten Gerda Breuer und Julia Meer viele Fragen nach großartigen Designerinnen, von denen man zuvor nicht wusste, dass man sie gesucht hat.
Buchbesprechung
In der Tat: »eine angewandte Designforschung«
Andreas Koop schreibt über Typografie und Macht
»Wissen ist Macht« – irrte sich der englische Philosoph Francis Bacon? Zumindest könnte man seine Erkenntnis ergänzen. Denn Andreas Koop, Kommunikationsdesigner aus dem Allgäu, zeigt in seiner Forschungsarbeit »Die Macht der Schrift – eine angewandte Designforschung«, in welcher Beziehung die Typografie mit der Repräsentation von Macht steht.
Koop führt seit 1995 ein renommiertes Designbüro. Seine Schwerpunkte liegen im Corporate Design und der Unternehmenskommunikation. An verschiedenen Hochschulen lehrt er Schrift und Typografie. Im Rahmen eines Forschungsprojektes am Institut »Design2context« der Zürcher Hochschule der Künste entstand seine Arbeit über die Beziehung zwischen Schrift und Macht. Koop möchte damit einen Beitrag zu der noch jungen Disziplin der Designforschung leisten. Er verdeutlicht die Potenziale und Chancen, die in der Forschung über, für und durch Design liegen. Chancen nicht für die eigene, sondern auch für andere wissenschaftliche Disziplinen. Er leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung der Designwissenschaft.
Koop stellt seiner Arbeit »Die Macht der Schrift« ein Kapitel über die Designforschung voran. Eigentlich ist es viel mehr als ein Kapitel – es könnte gar eine eigene Veröffentlichung sein. Denn nicht nur vom Umfang fasst es circa die Hälfte der Publikation, sondern auch inhaltlich hat der Text Gewicht: Es ist ein Plädoyer für die Designforschung, für eine junge Disziplin, die ihr Potenzial und ihre Grenzen noch sucht. Koop greift die wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahre auf und fügt sie zu einem divergenten Ganzen zusammen. Ein Abbild von den Anfängen, über die verschiedenen Forschungsansätze (Forschung über, für und durch Design), hin zu den Rahmenbedingungen, in denen Designforschung heute betrieben wird. Koop beschreibt den Kern – nicht alle Facetten und Ausprägungen der einzelnen Themen – und schafft somit eine Einführung und einen Überblick über die Disziplin. Doch findet sich trotz dieser Makroperspektive im Anschluss ein Blick auf die bereits zur Verfügung stehenden Methoden. Hier spricht Koop von der Übertragung der Methoden aus anderen Disziplinen, die aber dann in unterschiedlichen Ausprägungen und Gewichtungen in der Designforschung eine Anwendung finden. Veranschaulicht werden diese aus der Mikroperspektive mit einigen externen Forschungsbeispielen.
Koop fügt diesen Beobachtungen auch eine persönliche Note bei, indem er zum Ende dieses ersten Teils den Blick nach vorne richtet. Er beschreibt, wie durch die Designforschung das Design professionalisiert werden kann und wie sich auf lange Sicht Stellenwert samt Anerkennung steigern lassen. Zudem zeigt er, welche Fragen die Disziplin beantworten und welche sie suchen kann. Zu Beginn des zweiten Teils, der eigentlichen Arbeit »Schrift und Macht«, verdeutlicht Koop seine Haltung, aus der heraus seine Publikation entstanden ist. So wird klar, was »Schrift und Macht« zu leisten vermag und was seine Arbeit in keinem Fall beabsichtigt. Er plädiert für Akzeptanz und Offenheit von anderen Disziplinen. Die Designforschung kann Gestaltung, so subjektiv (oder auch nicht) sie sein mag, objektiv rezipieren und den Wissenshorizont vielleicht nicht vertiefen, aber erweitern.
Der Ausgangspunkt seiner Arbeit ist die Annahme, dass es ein Wechselspiel zwischen gedruckter Schrift und der Präsentation politischer Macht gibt. Einen solchen Zusammenhang sucht Koop durch die Betrachtung historischer Dokumente aus der westeuropäischen Geschichte. Die gestalterische Perspektive kann hier zu erweiternden Erkenntnissen führen, da die Form an sich in den klassischen Disziplinen nur sehr wenig Beachtung findet. In den darauf folgenden Beispielen zeigt Koop, wie sich die Machtansprüche und Machtpositionen in der Gestaltung von Dokumenten bis hin zu den typografischen Entscheidungen widerspiegeln. Anhand von Dokumenten von Karl dem Großen bis Adolf Hitler werden die Inszenierungen des Machtanspruches analysiert. Koop arbeitet Aspekte heraus, die aus den Inhalten weitere Erkenntnisse gewinnen und neue Perspektiven ermöglichen. Die Bedeutung der Traditionen in Bezug auf die typografische Gestaltung zeichnet sich bei allen gewählten Beispielen deutlich ab. Nach der historischen Betrachtung widmet sich Koop konsequenterweise den typografischen Erscheinungen von modernen europäischen Staaten und vergleicht diese dann im Anschluss mit den Inszenierungen von privaten Unternehmen. Koop zeigt hier auf, wie sich so manche Unternehmen »staatsmännischer« als ein Staat präsentieren.
In einem eigenen Kapitel werden die Parallelen zwischen der Rhetorik und der Gestaltung – im speziellen Fall der Typografie – untersucht. Seine Erkenntnisse basieren auf den historischen Betrachtungen und werden als Teilergebnis der Arbeit angesehen. Koop entwickelt ein System, in dem Schriften anhand ihrer Wirkung kategorisiert und beschrieben werden können. Um seine Erkenntnisse zu unterstreichen, verdeutlicht Koop durch Experimente und Methoden, die im ersten Teil der Publikation beschrieben wurden. Dadurch wird deutlich, dass nicht nur eine Beziehung zwischen politischer Macht und Typografie besteht. Macht wird auch in allen anderen Bereichen der Gestaltung sichtbar.
Andreas Koop ist Beobachter einer noch jungen Disziplin und beschreibt unaufgeregt ihre Entwicklung, Potenziale und Grenzen. Er verdeutlicht glaubhaft seine Überzeugung vom Potenzial der Designforschung. Ihre Daseinsberechtigung sieht Koop im Glauben an die Veränderbarkeit und Gestaltbarkeit der Welt. Auch ist in seiner Arbeit spürbar, dass Designforschung elementare Fragen beantworten kann, wo andere Disziplinen unvermögend sind. Was an dem Buch sehr gefällt, ist der Perspektivwechsel, den Koop mit dem Leser vollzieht. Er beschreibt das große Ganze, ohne das Detail zu vergessen, beschreibt die feinen Unterschiede und leitet somit wieder auf das Ganze – von der Theorie in die Praxis und wieder zurück. Er zeigt, wie Designwissenschaftler und Designer forschen können – von anderen Disziplinen lernend und der eigenen stets treu bleibend. »Die Macht der Schrift« ist eine herausragende und richtungsweisende Publikation für die Designforschung.











