Poonam Choudhry

Die indi­sche Desi­gne­rin, Unter­neh­me­rin und Künst­le­rin Poo­nam Choudhry wur­de 1965 in New Delhi, Indi­en, gebo­ren und wuchs in Deutsch­land auf. Sie ist Absol­ven­tin der Staat­li­chen Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Stutt­gart. In ihrer Arbeit reflek­tiert sie zwei Din­ge immer wie­der aufs Neue: ihre fun­dier­te euro­päi­sche Aus­bil­dung und ihre indi­schen Wur­zeln. Zusam­men mit Diplom-Desi­gner Mar­tin Bar­giel ent­wi­ckelt sie in ihrem Stutt­gar­ter Büro seit 1995 Design- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­jek­te. Außer­dem kon­zi­piert sie Kunst­aus­stel­lun­gen und stellt selbst Gra­fi­ken und Bil­der aus.

Brigitte Wormbs

Bri­git­te Wormbs hat Gar­ten- und Land­schafts­ar­chi­tek­tur an der TU Mün­chen stu­diert. Hono­rar­pro­fes­sur an der Uni­ver­si­tät Olden­burg. Ver­öf­fent­li­chung zahl­rei­cher theo­re­ti­scher und essay­is­ti­scher Arbei­ten zum Natur­be­griff, zur Land­schafts­wahr­neh­mung, -dar­stel­lung und -gestal­tung, Stadt­ent­wick­lung, Archi­tek­tur und Gar­ten­kunst. Dar­un­ter die Bücher »Über den Umgang mit Natur. Land­schaft zwi­schen Illu­si­on und Ide­al« (Mün­chen, Wien 1976; Frank­furt am Main 1978; Basel, Frank­furt am Main 1981), »Orts­ver­än­de­rung« (Basel, Frank­furt am Main 1981), »Raum­fol­gen« (Darm­stadt, Neu­wied 1986).

Brian Switzer

Bri­an Swit­zer ist Pro­fes­sor für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign an der Hoch­schu­le Kon­stanz, fun­giert als Art­di­rec­tor und ist im wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat von »Spra­che für die Form«. Er erwarb den Titel eines »Bache­lors of Fine Arts« in Gra­fik­de­sign an der Uni­ver­si­ty of Illi­nois in Cham­paign-Urba­na und den Titel als »Mas­ter of Design« in »human cen­te­red design« und in stra­te­gi­scher Design­pla­nung am Insti­tu­te of Design des Illi­nois Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy in Chi­ca­go.– Sei­ne inter­na­tio­na­le Kar­rie­re als Desi­gner und Mar­ken­stra­te­ge führ­te ihn zu »Meta­De­sign« in Lon­don und Ber­lin, zu »Future Brand« in Lon­don, zu »Icon Medi­a­l­ab« in Lon­don und Mai­land, zur »Sie­mens design group« in Mün­chen und zu »WGBH Design« in Bos­ton.– Sein For­schungs­schwer­punkt ist die Ver­bin­dung von Design­for­schungs­me­tho­den und ihrer pra­xis­na­hen Umsetzung.

Syllepse

lat. adi­unc­tio; griech. syl­lep­sis, zeug­ma; dt. Ver­bin­dung per Aus­las­sung | | In der »Zeug­ma« oder »Syl­lep­se« genann­ten Figur wird ein Satz­teil aus­ge­las­sen oder »über­sprun­gen«, wodurch eine unge­wöhn­li­che Ver­bin­dung ent­steht oder eine oft ver­blüf­fen­de Wen­dung (»Unterm Her­zen trägt sie ein Kind und schwer dar­an.«) | | Bei einer bild­li­chen Dar­stel­lung, zum Bei­spiel in einer Foto­gra­fie oder einer Zeich­nung, kann durch die Reduk­ti­on der drei Dimen­sio­nen des Rau­mes auf die zwei Dimen­sio­nen des flä­chi­gen Bil­des eine Aus­las­sung ent­ste­hen, die einen ver­blüf­fen­den Effekt ausübt.

Zeugma

lat. adi­unc­tio; griech. zeug­ma, syl­lep­sis; dt. Ver­bin­dung per Aus­las­sung | | In der »Zeug­ma« oder »Syl­lep­se« genann­ten Figur wird ein Satz­teil aus­ge­las­sen oder »über­sprun­gen«, wodurch eine unge­wöhn­li­che Ver­bin­dung ent­steht oder eine oft ver­blüf­fen­de Wen­dung (»Unterm Her­zen trägt sie ein Kind und schwer dar­an.«) | | Bei einer bild­li­chen Dar­stel­lung, zum Bei­spiel in einer Foto­gra­fie oder einer Zeich­nung, kann durch die Reduk­ti­on der drei Dimen­sio­nen des Rau­mes auf die zwei Dimen­sio­nen des flä­chi­gen Bil­des eine Aus­las­sung ent­ste­hen, die einen ver­blüf­fen­den Effekt ausübt.

Symploke

lat. com­ple­xio; griech. sym­p­lo­ke; dt. Wie­der­ho­lung, Wie­der­auf­nah­me (über­kreuzt) | | Wenn ein­zel­ne Wör­ter oder Wort­grup­pen iden­tisch oder in leich­ter Abwand­lung über meh­re­re Sät­ze, Zei­len, Absät­ze oder Stro­phen hin­weg über­kreuzt an deren Anfän­gen und Schlüs­sen wie­der­holt wer­den, wird das »Sym­p­lo­ke« genannt (»Das Meer ist bewegt, weit ist das Meer« oder »Bewegt ist das Meer, das Meer ist weit«). Die Sym­p­lo­ke ver­bin­det Ana­pher (»Das Meer ist bewegt, das Meer ist weit«) und »Epi­pher« (»Bewegt ist das Meer, weit ist das Meer«). Wie­der­ho­lungs­fi­gu­ren kön­nen Nach­druck ver­lei­hen, über­ra­schen oder Struk­tur geben. | |  In der typo­gra­fi­schen Gestal­tung könn­te eine Sym­p­lo­ke zum Bei­spiel im zei­len­wei­sen Wech­sel von Links- und Rechts­bün­dig­keit gese­hen werden.

Epipher

lat. con­ver­sio; griech. epi­pho­ra; dt. Wie­der­ho­lung, -auf­nah­me (am Schluss) | | Wenn ein­zel­ne Wör­ter oder Wort­grup­pen iden­tisch oder in leich­ter Abwand­lung über meh­re­re Sät­ze, Zei­len, Absät­ze oder Stro­phen hin­weg an deren Enden wie­der­holt wer­den, wird das »Epi­pher« genannt (»Bewegt ist das Meer, weit ist das Meer«). Das Gegen­stück dazu nennt man »Ana­pher« (»Das Meer ist bewegt, das Meer ist weit«). Die Ver­bin­dung von Ana­pher und Epi­pher nennt man »Sym­p­lo­ke« (»Das Meer ist bewegt, weit ist das Meer« oder »Bewegt ist das Meer, das Meer ist weit«). Wie­der­ho­lungs­fi­gu­ren kön­nen Nach­druck ver­lei­hen, über­ra­schen oder Struk­tur geben. | | In der typo­gra­fi­schen Gestal­tung könn­te eine Epi­pher zum Bei­spiel in Schmuck­ele­men­ten am Ende von Absät­zen gese­hen werden.

Anapher

lat. con­du­pli­ca­tio; griech. ana­pho­ra; dt. Wie­der­ho­lung, -auf­nah­me (am Anfang) | | Wenn ein­zel­ne Wör­ter oder Wort­grup­pen iden­tisch oder in leich­ter Abwand­lung über meh­re­re Sät­ze, Zei­len, Absät­ze oder Stro­phen hin­weg an deren Anfän­gen wie­der­holt wer­den, wird das »Ana­pher« genannt (»Das Meer ist bewegt, das Meer ist weit«). Das Gegen­stück dazu nennt man »Epi­pher« (»Bewegt ist das Meer, weit ist das Meer«). Die Ver­bin­dung von Ana­pher und Epi­pher nennt man »Sym­p­lo­ke« (»Das Meer ist bewegt, weit ist das Meer« oder »Bewegt ist das Meer, das Meer ist weit«). Wie­der­ho­lungs­fi­gu­ren kön­nen Nach­druck ver­lei­hen, über­ra­schen oder Struk­tur geben. | | In der typo­gra­fi­schen Gestal­tung könn­te eine Ana­pher zum Bei­spiel in Initia­len zu Beginn von Absät­zen gese­hen werden.

Pathos

lat. affec­tus; griech. pathos; dt. Gefühl, Affekt, Lei­den­schaft | | Wie über­zeu­gend (per­sua­siv) und wir­kungsvoll kom­mu­ni­ziert wird, kann über die Appell­funk­tion einer Bot­schaft gesteu­ert wer­den: sie kann an Logos, Ethos oder Pathos appel­lieren. Ein Logos-Appell wen­det sich an den Intel­lekt, wirbt mit Ver­nunft­grün­den, mit ratio­na­len Argu­men­ten; ein Ethos-Appell wen­det sich an das mora­li­sche Emp­fin­den, wirbt mit den Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten des Sen­ders, der Glaub­wür­dig­keit eines Pro­duk­tes; ein Pathos-Appell wen­det sich an die Emo­tion, ver­sucht Gefüh­le her­vor­zu­ru­fen. | | Ent­schei­det der Gestal­ter, den Schwer­punkt auf den Pathos-Appell zu legen, so fin­det er die größ­te Über­zeu­gungs­kraft für ein Pro­dukt z. B. in des­sen Attrak­ti­vi­tät, also dar­in, Affek­te her­vor­zu­ru­fen, Gefüh­le zu erre­gen, den Kun­den oder Betrach­ter emo­tio­nal zu bewegen.

Logos

lat. ratio, ora­tio, argu­men­ta­tio; griech. logos; dt. Vernunft,Denken, Argu­ment | | Wie über­zeu­gend (per­sua­siv) und wir­kungsvoll kom­mu­ni­ziert wird, kann über die Appell­funk­tion einer Bot­schaft gesteu­ert wer­den: sie kann an Logos, Ethos oder Pathos appel­lieren. Ein Logos-Appell wen­det sich an den Intel­lekt, wirbt mit Ver­nunft­grün­den, mit ratio­na­len Argu­men­ten; ein Ethos-Appell wen­det sich an das mora­li­sche Emp­fin­den, wirbt mit den Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten des Sen­ders, der Glaub­wür­dig­keit eines Pro­duk­tes; ein Pathos-Appell wen­det sich an die Emo­tion, ver­sucht Gefüh­le her­vor­zu­ru­fen. | | Ent­schei­det der Gestal­ter, den Schwer­punkt auf den Logos-Appell zu legen, so sieht er die größ­te Über­zeu­gungs­kraft für ein Pro­dukt z. B. in des­sen Qua­li­tät gege­ben, für die mit Argu­men­ten, mit Begrün­dun­gen und ratio­nal gewor­ben wer­den kann.