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»Formgebung – ein schönes deutsches Wort«

Julius Lengert über Wirkungen und Inszenierungen

Von Uta Schadow und Evelyn Prochota


Juli­us Len­gert blickt auf die Ent­wick­lung des Designs in Deutsch­land zurück und auf die Rol­le, die die Form­ge­bung bei der Fir­ma »Sie­mens« spiel­te. Der Desi­gner kön­ne, so Len­gert, als Dienst­leis­ter nicht mit einer »Gefal­len­s­äs­the­tik« ope­rie­ren, er müs­se sei­ne Leis­tun­gen dem Auf­trag­ge­ber gegen­über mit Wor­ten vermitteln.

Doch bestehe zwi­schen Desi­gnern einer­seits und ande­rer­seits den­je­ni­gen, die nicht auf qua­li­ta­ti­ve, son­dern auf quan­ti­ta­ti­ve Argu­men­te aus­ge­rich­tet sind, eine sprach­li­che Kluft. Um sie zu über­win­den, müs­sen die Wir­kungs­ab­sich­ten der Auf­trag­ge­ber genau erfragt wer­den. Denn eine Form­ge­bung wer­de an ihrer Wir­kung gemes­sen, von ihr müs­se Design ausgehen.

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»Gestaltwahrnehmung hat eine kulturelle Komponente«

Rainer Gabriel über Designer in der Forschung

Von Shayenna Misko und Eduard Helmann


Rai­ner Gabri­el hat als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner in der inter­dis­zi­pli­nä­rer For­schungs­grup­pe »TRACE« (Trans­mis­si­on in Rhe­to­rics, Arts and Cul­tu­ral Evo­lu­ti­on) Erfah­run­gen gesam­melt und eine Dok­tor­ar­beit auf der Grund­la­ge expe­ri­men­tel­ler For­schung aus­ge­ar­bei­tet. Rhe­to­ri­ker und Neu­ro­wis­sen­schaft­ler ver­su­chen in die­ser For­schungs­grup­pe kul­tu­rel­le Evo­lu­ti­ons­theo­rien zu ent­wi­ckeln und sie durch neu­ro­wis­sen­schaft­li­che Expe­ri­men­te zu überprüfen.

»Ohne das Zutun der künst­le­ri­schen oder desi­gne­ri­schen Sei­te hät­ten die­se Expe­ri­men­te gar nicht statt­fin­den kön­nen«, hebt Gabri­el her­vor und geht im Inter­view der Fra­ge nach, wel­che Rol­le Desi­gner in For­schungs­grup­pen ein­neh­men und wie sie an der Visua­li­sie­rung von For­schung mit­wir­ken kön­nen. In den Expe­ri­men­ten für sei­ne Dok­tor­ar­beit ging er den kul­tu­rel­len Prä­gun­gen nach, die unse­rer Wahr­neh­mung vorausgehen.

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»Kommunikationsdesigner statt Pressesprecher«

Ernst Peter Fischer über eine neue Wissenschaftsvermittlung

Von Uta Schadow


Infor­ma­ti­ons­frag­men­te sei­en wenig geeig­net, um Wis­sen­schaft ganz­heit­lich und anschau­lich zu ver­mit­teln, ein »Bild der Wis­sen­schaft muss wie­der ent­ste­hen« – auch im wört­li­chen Sinn, sagt Ernst Peter Fischer.

Im Inter­view erläu­tert der Wis­sen­schafts­his­to­ri­ker, wel­chen Stel­len­wert die Rhe­to­rik dabei hat und wel­che Rol­le Kom­mu­ni­ka­ti­on­de­si­gner in einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Stu­di­en­gang »Wis­sen­schafts­ver­mitt­lung« spie­len könn­ten: »Wir müs­sen Men­schen, die Natur­wis­sen­schaf­ten gut ver­ste­hen, mit Men­schen zusam­men­brin­gen, die etwas von Rhe­to­rik ver­ste­hen und die etwas von Gestal­tung verstehen.«

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»Die Details sind nicht so wichtig«

Michael Astroh über die Nähe von Design und Rhetorik

Von Nikolaus Kruch


Krea­ti­ve Arbeit sei der Lie­be ähn­lich: Regeln hel­fen nur in einem gewis­sen Maße, weiß der Phi­lo­soph Micha­el Astroh dar­zu­le­gen. In der krea­ti­ven Arbeit gehe es in einem ers­ten Schritt dar­um, durch Dif­fe­ren­zie­ren und Vari­ie­ren her­aus­zu­fin­den, wor­um es genau gehe. Das Dif­fe­ren­zie­rungs­ver­mö­gen stärkt die phi­lo­so­phi­sche Phä­no­me­no­lo­gie, die Micha­el Astroh als Zugang zur Ästhe­tik nutzt.

Im Inter­view legt der Phi­lo­soph aus Greifs­wald dar, wel­chen Gewinn Desi­gner aus der dis­zi­pli­nen­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit zie­hen können.

Strich für Strich

Die Welt in der Sprechblase

Das große Reden in Schwarzweiß

Wir erre­den und erschrei­ben uns die Welt, so machen wir sie uns, wie es uns gefällt – so las­sen es Tho­mas Fuchs‹ Illus­tra­tio­nen vermuten …

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