Stefan Soltek
Stefan Soltek studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Jura in Bonn und Köln. Er promovierte mit einer Arbeit zum romanischen Taufstein in Freckenhorst. Er absolvierte zahlreiche Volontariate an Museen in Köln, London und New York. Außerdem war er Kurator der Linel-Sammlung für Buchkunst und Ornamentstich am Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Seit 2002 ist er der Leiter des Klingspor-Museums in Offenbach am Main.
Martin Hielscher
Martin Hielscher hat Germanistik und Philosophie in Hamburg studiert und dort promoviert. Er arbeitet als Autor, Übersetzer, Kritiker und Universitätslehrer, ist nach Stationen als Lektor beim Luchterhand Literaturverlag und dem Verlag Kiepenheuer & Witsch seit 2001 Programmleiter für Literatur im Verlag C. H. Beck in München. Zudem ist er Honorarprofessor an der Universität Bamberg, Dozent an der European Graduate School in Saas Fee und an anderen Universitäten. Er war als Gastprofessor an der Washington University in St. Louis und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig tätig und leitete zahlreiche Literaturwerkstätten und Schreibseminare. Er veröffentlichte u. a. Monographien über Wolfgang Koeppen und Uwe Timm sowie zahlreiche Aufsätze zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er übersetzte u.a. Werke von Richard Ford, Lorrie Moore, William Gaddis und John McGahern.
Michaela Karl
Michaela Karl studierte Politikwissenschaften, Geschichte und Psychologie in Berlin, München und Passau. 2001 promovierte sie über Rudi Dutschke an der FU Berlin. Danach übernahm sie Lehraufträge an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und der Hochschule für Politik in München mit dem Themenschwerpunkt »Sozialismus und Revolutionsforschung«. Sie arbeitet als Publizistin; neben Büchern zur Sozialgeschichte verfasst sie vor allem Biografien.
Holger Windfuhr
Holger Windfuhr hat in den USA Psychologie studiert und ein weiteres Studium in München als Diplom-Designer abgeschlossen. Er war für eine Reihe von Magazinen tätig, zuletzt als Creative Director und Leiter der Produktentwicklung bei der »Wirtschaftswoche«. Ab 2017 wird er bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« die Position des Art-Direktors übernehmen.
Immo Boyken
Professor em. Dr.-Ing. Immo Boyken lehrte Baugeschichte, Architekturtheorie, Bauaufnahme und Entwerfen an der Hochschule Konstanz. Er studierte an der Technischen Hochschule Karlsruhe Architektur und an der Universität Freiburg Kunstgeschichte und Psychologie. Danach war er als freier Architekt tätig und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Baugeschichte an der Universität Karlsruhe. Sein besonderes Interesse gilt der Architektur des späten 19. und des 20. Jahrhunderts. Er war maßgebend an der Monographie über Egon Eiermann beteiligt, verfasste neben anderen Schriften zum modernen Bauen die Monographie über Otto Ernst Schweizer und publizierte zuletzt Bände über wegweisende Gebäudetypen der neueren Architektur.
André Stauffer
Foto: Friederike Lorenz
André Stauffer ist Creative Director bei »MetaDesign« in Zürich. Mit der Gründung im Jahr 2000 war er verantwortlich für den Aufbau des dortigen Design-Teams und leitet heute Branding- und Corporate-Design-Projekte für Auftraggeber aus aller Welt. Darüber hinaus ist Stauffer als Jurymitglied, Gastdozent und Referent im In- und Ausland tätig. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Corporate Design Preis und dem Best of Award von Rebrand 100.
Doppeldeutigkeit
lat. ambiguitas; griech. amphibolia; dt. Doppel-, Zwei-, Mehr-, Vieldeutigkeit | | Doppel- oder mehrdeutige Äußerungen sind »ambig«, sie können verschieden interpretiert werden (»Mit einem Schloss ist man auf der sicheren Seite«). So wird mit verschiedenen Bedeutungsebenen gespielt und gekonnt mit einem Missverständnis jongliert, was für Überraschung und Aha-Effekte sorgen und auch Amüsement auslösen kann. | | Durch den Einsatz von Doppel- oder Mehrdeutigkeiten verweist die Gestaltung auf einen tieferen Sinn unter ihrer Oberfläche.
Wiederholung
lat. repetitio, iteratio; griech. dilogia, epanalepsis; dt. Wiederholung | | Seien es einzelne Worte, Wortgruppen, Satzteile oder Sätze, Wiederholungen zielen auf eine Wirkungsverstärkung: »Wählt mich, mich, mich!« Wird im Übermaß wiederholt, wird die Wirkung nicht gesteigert, sondern gebrochen, ironisiert, ins Gegenteil verkehrt. | | Die Wiederaufnahme bereits eingeführter Gestaltungselemente kann zu einer Wirkungssteigerung, zum Beispiel durch Wiederkennung, führen. Dies soll beispielsweise durch den wiederkehrenden Einsatz einer Hausfarbe im »Corporate Design« erreicht werden.
Puritas
lat. latinitas, puritas; griech. hellenismos; dt. Latinität, Sprachrichtigkeit | | Die Puritas, ursprünglich als reine lateinische Sprache verstanden, ist ein zentrales Stilprinzip, das fordert, die Sprache korrekt und regelkonform zu nutzen und keine unmotivierten Stilbrüche zu begehen. | | Als Entsprechung für die Sprachrichtigkeit könnte von einer »Gestaltungsrichtigkeit« geredet werden, also vom korrekten Einsatz gestalterischer Mittel als Basis guter, funktionaler Gestaltung, die dazu führt, dass die gewünschte Wirkungsabsicht als Wirkung eintritt.
Sprachrichtigkeit
lat. latinitas, puritas; griech. hellenismos; dt. Latinität, Sprachrichtigkeit | | Die Sprachrichtigkeit, ursprünglich als reine lateinische Sprache verstanden, ist ein zentrales Stilprinzip, das fordert, die Sprache korrekt und regelkonform zu nutzen und keine unmotivierten Stilbrüche zu begehen. | | Als Entsprechung für die Sprachrichtigkeit könnte von einer »Gestaltungsrichtigkeit« geredet werden, also vom korrekten Einsatz gestalterischer Mittel als Basis guter, funktionaler Gestaltung, die dazu führt, dass die gewünschte Wirkungsabsicht als Wirkung eintritt.