Hördatei

»Ein schon längst rege befahrener Grenzverkehr«

Florian Arnold über Design und Philosophie

Von Yannick Marszalek


Unser Berufs- und All­tags­le­ben sei zuneh­mend an Design­ent­schei­dun­gen gekop­pelt, die wie­der­um Ein­fluss auf unse­re prak­ti­schen Mög­lich­kei­ten neh­men, so Flo­ri­an Arnold. Des­halb sei­en gestal­te­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen auf einer ele­men­ta­ren Ebe­ne mit phi­lo­so­phi­schen Grund­fra­gen ver­bun­den: Wie wol­len wir leben? Was ist ein gutes Leben über­haupt? Wie lässt es sich her­stel­len? Was sol­len wir dafür tun? 

»Jeder Desi­gner reagiert auf irgend­et­was, wenn er einen Ent­wurf vor­legt. Das expli­zit machen zu kön­nen, einer­seits das Pro­blem sau­ber benen­nen und ande­rer­seits Rechen­schaft über die gewähl­te Lösung able­gen zu kön­nen, ist, den­ke ich, tat­säch­lich wesens­ver­wandt mit genu­in phi­lo­so­phi­scher Refle­xi­on«, betont Arnold. Sei­ner Mei­nung nach wächst in einer zuneh­mend kom­ple­xer wer­den­den Gesell­schaft nicht nur die Ver­ant­wor­tung von Desi­gne­rIn­nen, son­dern auch die Rele­vanz der Phi­lo­so­phie als pro­fes­sio­nel­les Refle­xi­ons­me­di­um. Daher die Fra­ge: »War­um nicht all das in eine Gestal­tungs­pra­xis übersetzen?«

Im Inter­view spricht er über design­phi­lo­so­phi­sche Schnitt­stel­len, die Design­leh­re und auch die Wich­tig­keit, Phi­lo­so­phie und Design mit­ein­an­der ins Gespräch zu bringen.

 


»Sprache für die Form«, Doppelausgabe Nr. 19 und 20, Frühjahr 2022