Hördatei

»Ich zeichne nicht mit Buchstaben«

Dafi Kühne gestaltet und druckt Plakate – analog

Von Lena Schell


Wie sieht heu­te ein ana­lo­ger Arbeits­pro­zess eines Gestal­ters aus? Woher kommt das erstar­ken­de Inter­es­se an Typo­gra­fie? Der Pla­kat­ge­stal­ter Dafi Küh­ne beschreibt im Inter­view sei­nen Schaf­fens­pro­zess und gibt einen Ein­blick in sei­ne Arbeits­ab­läu­fe. Der umfas­sen­de Pro­zess ist für Dafi Küh­ne der zen­tra­le Aspekt sei­ner Arbeits­wei­se. »Die Ein­schrän­kung sorgt für Funk­ti­on, die tota­le Frei­heit ist nicht immer posi­tiv.« Das Abschi­cken einer PDF-Datei wäre ihm nicht genug.

Die eige­ne Pro­duk­ti­on sei­ner Pos­ter und die damit ein­her­ge­hen­de Ein­schrän­kung ist für ihn das Schlüs­sel­kon­zept für stim­mi­ge und ehr­li­che Gestal­tung. Dar­über hin­aus beschreibt Küh­ne sein Ver­ständ­nis von guter Gestal­tung und wie Inhalt und Form zusam­men­hän­gen. Aus­re­den für schlech­ten Inhalt gibt es für ihn nicht.

 


»Sprache für die Form«, Doppelausgabe Nr. 14 und 15, Herbst 2019