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»Man muss lernen, in Zusammenhängen zu argumentieren«

Über Freiheit und ihren Rahmen spricht Karsten Henze

Von Robin Auer


Kars­ten Hen­ze begann als Indus­trie­kauf­mann 1984 sei­ne Kar­rie­re bei der Sie­mens AG, doch seit Jah­ren ist er in der Krea­tiv­bran­che tätig, denn er wag­te als Diplom-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wirt den Sprung von der Unter­neh­mens­sei­te in eine Agen­tur und bewarb sich bei Meta­De­sign in Ber­lin. Ange­fuchst von »allen Facet­ten des Designs« war er zunächst vier Jah­re Design­ma­na­ger bei Meta­De­sign und anschlie­ßend zwei Jah­re Account Direc­tor bei Pixel­park. 2001 kam dann der Schritt zurück auf Unter­neh­men­sei­te zur Deut­schen Bahn AG.

Kars­ten Hen­ze sieht eine Schlüs­sel­kom­pe­tenz von jun­gen Gestal­tern im Durch­set­zungs­ver­mö­gen und der Argu­men­ta­ti­on. Meis­tens füh­len sich Gestal­ter in gro­ßen Kon­zern ver­lo­ren, denn dort geht es »zum Groß­teil gar nicht um die The­men, son­dern es geht um das Gefü­ge. Es geht dar­um: Wer kann mit Wem? Mit wel­cher Kral­le muss ich mich abstim­men?« Für Kars­ten Hen­ze geht es »nie­mals um ein Stück Design, es geht immer um den Kon­text«.


»Sprache für die Form«, Ausgabe Nr. 5, Herbst 2014