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»Wir sind ausgestiegen«

Sascha Lobe über Design, Wirkung und Awards

Von Fabian Harm und Robin Auer


Wie viel Kon­zept steckt hin­ter dem Bauch­ge­fühl eines Desi­gners, oder war es doch anders­her­um? Sascha Lobe spricht über Sub­jek­ti­vi­tät in der Gestal­tung und die Arbeits­wei­se eines Desi­gners. Er ist Pro­fes­sor an der Hoch­schu­le für Gestal­tung in Offen­bach und Geschäfts­füh­rer und Desi­gner der Agen­tur »L2M3«.

Sei­ne Phi­lo­so­phie ver­sucht er, sei­nen Stu­den­ten wei­ter­zu­ge­ben: Am Bei­spiel eines aktu­el­len Pro­jek­tes erläu­tert Lobe, wie er Wir­kung zu erzie­len sucht und dass es dar­auf ankä­me, Stan­dards zu bre­chen. Gute Gestal­tung sei für ihn ein Design, das nicht allein eine Auf­ga­be erfül­le, son­dern Indi­vi­dua­li­tät und Fri­sche ver­kör­pe­re. Über Prei­se in der Sze­ne sagt er: »Die meis­ten Awards sind Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­jek­te, wo man nach­wei­sen will, dass die eige­ne Kuh sozu­sa­gen aus einem gesun­den Stall kommt. Wir sind aus­ge­stie­gen.«